Liebe Patienten, aus aktuellem Anlass möchten wir Sie darüber informieren, dass unsere Praxis im Sankt Josefs Hospital durchgängig für Sie geöffnet ist.

Ab Montag (23.03.2020) werden zur Durchsetzung der angeordneten Maßnahmen im Eingangsbereich Zugangskontrollen durchgeführt. Diesbezüglich liegen dem Personal am Empfangsterminal Terminlisten mit Ihren Namen vor. Um in unserem Wartezimmer den Mindestabstand von 1,5 m einhalten, sowie sämtliche Hygienevorschriften durchführen zu können, bitten wir Sie keine Begleitpersonen mitzubringen. (Sofern sie Hilfe in unserer Praxis benötigen, stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung - z.B. zum Ausfüllen von Formularen etc.)

Gemeinsam werden wir unter Einhaltung der erforderlichen und angeordneten Maßnahmen diese Krise bewältigen.

Ihre Dr. M. Michaelis

Lungenszintigraphie

Vorbereitung auf die Untersuchung

Eventuell vorliegende Voraufnahmen würden wir gerne zur Verfügung gestellt bekommen, da sie unter Umständen unnötige Untersuchungen ersparen und zudem bei der Beurteilung der Bilder zum Vergleich herangezogen werden können. Auch radiologische Voruntersuchungen (z.B. Röntgen-Thorax, CT des Thorax) sind für die Beurteilung hilfreich. 

Für die Lungenszintigraphie ist es nicht erforderlich nüchtern zu erscheinen. Auch Medikamente können wie gewohnt eingenommen werden. Unmittelbar vor Beginn der Untersuchung sollten die Atemwege durch Husten freigemacht werden. 

 

Ablauf der Untersuchung

In der Regel wird eine kombinierte Lungenventilations- und Lungenperfusionsszintigraphie durchgeführt. Bei einigen Fragestellungen kann gegebenenfalls auch nur eine der beiden Untersuchungen erforderlich sein. Nach einem Aufklärungsgespräch mit der Ärztin oder dem Arzt, in dem auch alle weiteren Fragen besprochen werden, wird der konkrete Ablauf der Untersuchung festgelegt. 

Bei einer kombinierten Lungenventilations- und Lungenperfusionsszintigraphie wird mit der Lungenventilatiosszintigraphie begonnen. Über eine Atemmaske wird durch tiefes und gleichmäßiges Atmen während einiger Atemzüge ein schwach radioaktives Arzneimittelgas (z. B. 99mTc-Venticoll) eingeatmet, welches sich dann über die Luftröhre und die Bronchien in der Lunge verteilt. Im Anschluss daran zeichnen empfindliche Kameras (Gammakamera) Bilder auf, auf denen die Verteilung des Arzneimittelgases in der Lunge sichtbar gemacht wird. Je nach Aufnahmeart bleiben die Kameraköpfe während der Untersuchung stehen oder sie drehen sich im Abstand von einigen Sekunden langsam um den Oberkörper der liegenden Patientin oder des liegenden Patienten.

Für die anschließende Lungenperfusionsszintigraphie wird eine geringe Menge eines radioaktiven Arzneimittels (z. B. 99mTc-MAA Mikrosphären) in eine Vene injiziert. Während der Injektion darf tief ein- und ausgeatmet werden. Das Arzneimittel verteilt sich dann über den Blutkreislauf in den Blutgefäßen der Lunge. Die Bilder werden anschließend in gleicher Weise wie bei der ersten Untersuchung aufgenommen. Nun ist eine Beurteilung der Durchblutung der Lunge möglich. Um eine gute Bildqualität zu erzielen, sollte die Patientin oder der Patient während der Untersuchung möglichst ruhig liegen. Die gesamte Untersuchungszeit beträgt ca. 45 -60 min. 

 

Mögliche Risiken und Komplikationen

Nennenswerte, häufiger auftretende Nebenwirkungen sind bei den verwendeten radioaktiven Arzneimitteln und Dosierungen nicht bekannt. 

Da bei der Lungenventilations- und Lungenperfusionsszintigraphien schwach radioaktive Arzneimittel verwendet werden, sind diese Untersuchungen mit einer geringen Strahlenexposition verbunden, die abhängig von der Menge der verwendeten radioaktiven Substanz etwa einem Viertel (Ventilationsszintigraphie) bzw. etwa der Hälfte der jährlichen natürlichen Strahlenbelastung in Deutschland (~2.1 mSv pro Jahr) entspricht.

 

Befundmitteilung

Da die Auswertung und Beurteilung in Abhängigkeit vom Umfang der Untersuchung nicht sogleich erfolgen kann, ist es nicht möglich der Patientin oder dem Patienten das Ergebnis im direkten Anschluss an die Untersuchung mitzuteilen.

Der schriftliche Befund der Untersuchung wird der überweisenden Ärztin oder dem überweisenden Arzt in der Regel am Folgetag zugesandt. Bei Notfalluntersuchungen erfolgt die Befundübermittlung umgehend.

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